Donnerstag, 24. April 2008
Dienstag, 2. Oktober 2007
Webkompetenz-Blog wandert ins Wiki
Auch in der Art, wie sie am liebsten publizieren, unterscheiden sich Menschen. Die einen publizieren gerne chronologisch, wie hier in einem Blog. Andere publizieren lieber systematisch an einem Gesamtwerk, so wie es in einem Wiki der Fall ist. Nach gründlicher Introspektion habe ich festgestellt, dass ich weniger der Blog-Typ bin, sondern eher der Wiki-Typ. Deshalb habe ich nun vor, das hiesige Blog aufzugeben und stattdessen lieber das Webkompetenz-Wiki auszubauen.
Auf Beiträge der Art, wie ich sie hier im Blog veröffentlicht habe, muss im Wiki niemand verzichten. Innerhalb des Wikis gibt es rechts auf der Startseite jeweils einen aktuellen Beitrag (Spot). Wenn dieser durch einen neuen aktuellen Spot ersetzt wird, wandert er ins Spot-Archiv. Das Spot-Archiv wird kalendarisch und nach Tags (Stichwörtern) sortiert zugänglich sein. Eine Ausnahme sind Blog-Beiträge im Rahmen der Tutorial-Serien. Diese kommen innerhalb des Wikis in die Rubrik Tutorials.
Ich habe vor, die bisherigen Beiträge des Webkompetenz-Blogs ins Wiki zu überführen und dann einfach dort hin und wieder einen neuen Spot zu veröffentlichen. Gleichzeitig sollen die übrigen inhaltlichen Bereiche des Wikis wachsen. Solange nicht alle Beiträge dieses Blogs ins Wiki überführt wurden, bleibt das Blog hier noch online. Das kann noch eine ganze Weile dauern, da ich mich in nächster Zeit umzugsbedingt ohnehin nicht so viel um das Projekt kümmern kann.
Das Webkompetenz-Wiki wird auf der wirklich empfehlenswerten Wikifarm wikidot.com gehostet. Der verfügbare Speicher für das Wiki ist unbegrenzt (nur bei Grafiken gibt es eine Obergrenze), und das Wiki kann auf Dauer frei von Werbung bleiben. Die Rubrik Spot kann natürlich kein Blog ersetzen. So gibt es dort keine Ping-/Trackbacks und keine Möglichkeit, die Beiträge als Feed zu abonnieren. Die Wiki-Software, die für wikidot.com entwickelt wurde, soll jedoch in der nächsten Vollversion unter anderem auch volle Blog-Funktionalität innerhalb von Wikis bieten (siehe auch: Working On...). Ein vollwertiges Webkompetenz-Blog innerhalb des Webkompetenz-Wikis ist also in Zukunft nicht auszuschließen.
Im Gegensatz zum Blog soll das Wiki kein Einmann-Unternehmen bleiben. Es soll aber auch nicht unkontrolliert zur Bearbeitung offen sein. Auf wikidot.com gibt es für diesen Fall das Konzept der members (Mitglieder). Mitglied eines Wikis wird man, indem man vom Betreiber des Wikis dazu eingeladen wird, oder indem man sich als Mitglied bewirbt und die Bewerbung angenommen wird. Bevor ich jedoch weitere Mitglieder aufnehme, möchte ich die Grundstruktur des Wikis erst einmal anlegen. Denn aus den Fehlern rund um das SELFHTML Wiki habe ich gelernt: zeige erst mal, wohin du willst, und geh zur Not auch allein dort hin ;-)
Unberührt von alledem bleibt vorerst das Webkompetenz-Forum. Allerdings besteht innerhalb der Wikis von wikidot.com auch die Möglichkeit, Foren zu betreiben. Bereits jetzt gibt es innerhalb des Webkompetenz-Wikis ein Forum für wiki-interne Themen. Es ist nicht auszuschließen, dass das Webkompetenz-Forum irgendwann dorthin umzieht. Diese Entscheidung wird allerdings nicht ohne die aktiven Mitstreiter im Forum gefällt.
Diskussionen zu diesem Eintrag im Webkompetenz-Forum:
Webkompetenz-Blog wandert ins Wiki
Webkompetenz-Blog wandert ins Wiki -- Feeds?
Labels: Blogging, Webkompetenz, wikidot.com, Wikis
Anstelle von Kommentaren bitte zum Thema im Webkompetenz-Forum diskutieren!
Freitag, 20. Juli 2007
Ein eigenes hosted Wiki
Wikis sind doch nur was für Wikipedia. Ja, die Vorurteile über Wikis sind bekannt. Dabei ist das genauso, als würde das Vorurteil kursieren, mit HTML könne man nichts anderes als technische Dokumentation schreiben. Ist ja auch nicht ganz von der Hand zu weisen — da gibt es Elemente wie code, var, sample, kbd usw., die man für Software-Beschreibungen sehr gut gebrauchen kann, doch ein Journalist, der eine News schreiben will, oder ein Student, der eine Studie veröffentlichen will, braucht das in der Regel nicht. Da wären Elemente für Teaser oder Fußnoten besser. Egal, es geht trotzdem. Weil man mit <p class="sonstwas"> auch ganz gut auskommt. Vielleicht nicht perfekt für jeden Zweck, aber brauchbar. Sollen die Gralshüter der reinen Markup-Lehre ruhig nervösen Hautausschlag bekommen. Kreativer Umgang mit vorhandenen Techniken war schon immer die Lösung für mehr.
Bei den Wikis ist es nicht anders. Man kann sie als besonders bequeme Content Management Systeme für alles mögliche benutzen, nicht nur für menschheitsglobale Enzyklopädien. Das Praktische ist, dass Editieren und Präsentieren nicht wie bei richtigen Content Management Systemen weit voneinander getrennt sind, sondern unter dem gleichen Hut, innerhalb der gleichen Webanwendungs-Engine laufen. Eigentlich so, wie man es von normalen Desktop-Anwendungen kennt. Man kann ohne viele Umwege bearbeiten, was man sieht. Vieles bearbeitet man überhaupt nur deshalb, weil man es sieht und sofort bearbeiten kann. Müsste man erst eine separate Administrationsanwendung unter eigener URL-Adresse aufrufen, sich dort einloggen usw., würde man viel weniger editieren. Und das hat nichts mit Wikipedia zu tun. Es ist eine Eigenheit von allen Wikis.
Am Anfang eines Wikis ist die Startseite, und auf der Startseite steht irgendwelches software-seitig vorgegebenes Zeug. Mit einem Klick kann man den Inhalt editieren. Man kann den vorgegebenen Krempel löschen und stattdessen beispielsweise Links auf andere Seiten des Wikis setzen, die noch gar nicht existieren. Die Wiki-Software ist so nett und bestraft solche Links nicht mit einem 404-Error, sondern ermöglicht beim Anklicken des Links im Präsentationsmodus das Anlegen der noch nicht existierenden Seite. So kann man völlig zwanglos jede Art von Hypertext stricken. Egal ob Meeting-Notizen, Kontaktdaten, Projektdokumentationen, Zettelkasten, Linkverzeichnis, Rezeptesammlung, Fotoalbum, Code-Bibliothek, Lerninhalte, Vorlesungsskripte oder HowTo-Beschreibungen
Ein persönliches Wiki kann man sich am eigenen Rechner installieren. Dazu benötigt man in der Regel jedoch einen Webserver, den Script-Interpreter oder die Laufzeitumgebung der Programmiersprache, in der das Wiki geschrieben ist, in vielen Fällen beispielsweise PHP, oftmals auch ein DMBS wie MySQL usw. Nicht jeder kann oder will sich damit beschäftigen. Außerdem sind Wikis häufig nicht so ganz persönlich. Manche Wikis sollen vielleicht völlig offen sein für alle Besucher aus dem Internet, andere wiederum sollen nur bestimmten Personen zugänglich sein, etwa Freunden und Bekannten oder Kollegen und Geschäftspartnern. Solche Wikis sollten also besser gleich auf einem Server im Netz installiert werden. Auch hierbei gibt es wieder verschiedene Möglichkeiten. Man kann sich einen Root-Server mieten und alle erforderlichen Software-Produkte selbst installieren. Einige Provider sind auch auf Wikis spezialisiert und bieten Root-Server bereits mit vorinstallierter Wiki-Software an. Der einfachste Weg ist jedoch, sich bei einer sogenannten Wikifarm mit wenigen Klicks ein eigenes Wiki einzurichten. Der Aufwand ist vergleichbar dem, ein Blog bei einem Blog-Service einzurichten.
Auf dem Wikifarm-Markt tummeln sich etliche Anbieter. Der mit Abstand beste, den ich gefunden habe, ist wikidot.com. Von einem Polen namens Michal Frackowiak im Alleingang entwickelt, besticht wikidot.com durch gute Performance, viele nützliche Features, hohe Anpassbarkeit und Werbefreiheit. Es gibt keine Begrenzungen, was die Anzahl der Seiten eines Wikis betrifft. Lediglich für zusätzliche Dateien (z.B. Grafiken, Videos usw.) besteht derzeit eine Obergrenze von 100 MByte pro Wiki. Und wer es nicht glauben will, möge sich mal das noch inoffizielle Webkompetenz-Wiki ansehen!
Diskussionen zu diesem Eintrag im Webkompetenz-Forum:
Wikis
Labels: Webkompetenz, wikidot.com, Wikis
Anstelle von Kommentaren bitte zum Thema im Webkompetenz-Forum diskutieren!
Mittwoch, 20. Juni 2007
Mozilla meets SELFHTML and Webkompetenz
Die PR-Agentur Arcendo hatte geladen, und die geladenen Gäste erschienen. Zusammengebracht werden sollten namhafte Vertreter von Mozilla Europe und vom Webprojekt SELFHTML. Keine schlechte Wahl, denn schließlich verzeichnen die Browser mit der Gecko-Engine in den Juni-2007-Statistiken von SELFHTML als Netscape getarnt eine satte Führungsrolle, und auch die Leser des Webkompetenz-Forums verwenden Mozilla-Browser, vor allem natürlich Firefox, zu über 50%. Nun bin ich ja eigentlich kein Vertreter von SELFHTML mehr, doch da der Event in den Räumen von Arcendo in München Haidhausen stattfand, fragte Thomas J. Sebestyen mich, ob ich dabei sein möchte.
Wir trafen auf keine Geringeren als auf den Kanadier Mike Shaver, ehemaliger Netscape-Mitarbeiter und Mitbegründer des Mozilla-Projekts, sowie auf den Franzosen Tristan Nitot, Präsident von Mozilla Europe. Die beiden sind derzeit auf einer PR-Tour, in der es um Themen geht, die uns allen wichtig sein sollten: um ein offenes, für alle zugängliches und für alle mitgestaltbares Web, damit einhergehend natürlich um OpenSource, um offene Kritik an bestehenden Webstandards sowie um die Frage, wie gefährlich jüngere Versuche kommerzieller Software-Firmen sind, dem Web neue, proprietäre Stempel aufzudrücken — vor allem sind damit Microsoft Silverlight und Adobe AIR gemeint.
Die knappe Zeit von etwas weniger als zwei Stunden reichte natürlich nicht aus, um über all diese Themen erschöpfend zu reden. Es wurde jedoch deutlich, dass die Mozilla-Leute die gegenwärtige technische Infrastruktur des Web, bestehend aus W3C-Standards, einem ECMA-Standard und einem breitgefächerten OpenSource-Angebot für die Server-Seite für ein sehr produktives Gespann hält, das es zu schützen und natürlich auch weiterzuentwickeln gilt, das aber auch noch Lücken hat. Es wurde festgestellt, dass sich das Web von einem ursprünglich dokument-orientierten Charakter hin zu einem multiplen Medium wandelt, das einerseits nach wie vor zahllose „Dokumente“, also textorientierte Informationen enthält, aber mittlerweile auch immer mehr Applikationen, also desktop-artige Anwendungen, die den Benutzern ermöglichen, persönliche oder Team-Daten im Web zu verwalten und zu verarbeiten, sowie immer mehr Multimedia. Vor allem bei diesen neuen Realitäten des Web fehlt es aber noch an der Dominanz und Präsenz offener Standards. Im Applikations-Sektor, der gerade erst so richtig zu boomen beginnt, stehen Microsoft, Adobe und einige andere kommerzielle Anbieter hächelnd in den Startlöchern. Das W3-Konsortium hat zwar applikations-relevante Spezifikationen wie das Document Object Model (DOM) oder die XMLHttpRequest-Schnittstelle (= Ajax) unter seinen Fittichen, doch das allein genügt nicht, um für den künftigen Markt der desktop-artigen Webanwendungen gerüstet zu sein. Und im Multimedia-Sektor hat Flash längst so deutlich das Rennen gemacht, dass es nur noch über die eigenen Füße stolpern könnte. W3C-Standards wie SVG oder SMIL wurden einfach nicht angenommern.
So betrachtet wird also nachvollziehbar, welchen tieferen Sinn der gegenwärtige PR-Feldzug von Mozilla hat: gerade jener Bereich des Web, der gerne als Web 2.0 bezeichnet wird (der Ausdruck ist in den ganzen zwei Stunden des Meetings übrigens höchstens ein oder zweimal gefallen ;-), eröffnet neue zu besetzende Felder. Und es wäre schade, wenn wir am Ende für mehr als die Hälfte aller Web-Inhalte Browser-Plugins benötigen, weil dahinter proprietäre Closed-Source-Technologien stecken, die sich durchgesetzt haben. Alles in allem also ein sehr interessantes Gespräch mit zwei führenden Köpfen der OpenSource-Welt, an dessen Ende es noch ein paar Merchandizing-Geschenke gab, die auch bei meinen Kleinsten gut ankamen:

Amos und Joshua „firefoxing“
Partner-Eintrag zu diesem Eintrag im SELFHTML Weblog:
Die Zukunft des Open-Webs: SELFHTML im Gespräch mit Mozilla
Labels: Adobe AIR, DOM-Scripting, Mozilla, OpenSource, SELFHTML, Silverlight, W3-Konsortium, Web 2.0, Webanwendungen, Webkompetenz, Webstandards, XMLHttpRequest
Anstelle von Kommentaren bitte zum Thema im Webkompetenz-Forum diskutieren!
Sonntag, 25. März 2007
Neue Serien im Webkompetenz-Blog
Nachdem das Tutorial zu Mikroformaten nun fertig ist und auch in PDF-Form vorliegt, läuft derzeit nur noch die etwas kleinere „Serie“ über den Google Grid. Nachdem das nach und nach entstandene Tutorial über Mikroformate ganz gut angekommen ist, werde ich das Konzept der Fortsetzungsartikel weiter verfolgen. Wie aus Zeitschriften, Funk und Fernsehen bekannt, bindet das regelmäßige Besucher. Außerdem entspricht es den Richtlinien moderner Ernährung (immer nur kleine Häppchen), die sich sicherlich auf auf die geistige Ernährung übertragen lassen :-)
Bei den Tutorials steht als nächstes eine Einführung in Ajax an. Dieses Thema ist um einiges komplexer als das über Mikroformate. Über Ajax gibt es dicke Fachbücher. Ein Tutorial in diesem Rahmen kann kein solches Fachbuch ersetzen. Es möchte einfach nur all jenen, die mit HTML/CSS vertraut sind und mit JavaScript und PHP oder Ähnlichem schon mal herumgespielt haben, einen ballastfreien Einstieg in die Materie vermitteln.
Zeitgleich wird noch eine weitere Fortsetzungs-Artikelserie starten, nämlich eine Einführung in Hypertext. Wer SELFHTML kennt, weiß vermutlich, dass es dort bereits eine Einführung in Hypertext gibt. Die hier geplante Einführung wird ähnlich strukturiert sein, jedoch neue Texte enthalten und zusätzlich versuchen, die Hypertext-Thematik im Zusammenhang mit Web-2.0-typischen Web-Phänomenen zu beleuchten. Keine wissenschaftliche Abhandlung soll das werden, sondern eine nicht-technische Einführung für alle, die nicht nur bewusstlos auf Links herumklicken wollen.
Labels: Ajax, Hypertext, Webkompetenz
Anstelle von Kommentaren bitte zum Thema im Webkompetenz-Forum diskutieren!
Sonntag, 18. Februar 2007
Medienkompetenz 2.0?
Die Zeit des reinen Anschauens und Lesens von Inhalten im Netz ist offensichtlich vorbei, hat die Staatskanzlei von Nordrhein-Westfalen erkannt. In zwei kürzlich durchgeführten Workshops — einem für Anwender und einem für Experten — wurden verschiedenste Themen referiert, von Qualitätssicherung in Wikis über Datensicherheit und Datenschutz bis hin zu Podcasts als Bürgerfunk. Als klare Konsequenz aus allem ergab sich offensichtlich, dass die Vermittlung von Medienkompetenz ein vorrangiges Ziel für die politische Arbeit sein müsse. Der Bericht im Magazin media|NRW erscheint jedenfalls unter der Überschrift "Medienkompetenz 2.0" in NRW.
Nun ist ja Medienkompetenz ein Begriff, der bereits eine lange Geschichte mit sich herumschleppt (Hans Magnus Enzensberger gehört zu den frühen Gestalten, die diesen Begriff prägten). Der heute brodelnde Teil der Medienlandschaft ist indes das Web, denn dort spielen sich all die neuartigen Dinge ab, die in stetig zunehmendem Maße die Gesellschaft beeinflussen. Deshalb bezeichnen wir das, was im erwähnten Artikel als "Medienkompetenz 2.0" bezeichnet wird, hier einfach als Webkompetenz ;-)
Webkompetenz hat jedoch die gleichen Ziele wie Medienkompetenz allgemein, eben nur auf den Umgang mit dem Web bezogen. Die Ziele sind:
- Sich im Web selbstständig zurechtfinden zu können, also die verschiedenen (auch neueren) Möglichkeiten zum Suchen nach Inhalten zu kennen und richtig einzusetzen.
- Sich bewusst mit Inhalten auseinandersetzen zu können, also das Vermischen von Tatsachen und Meinung zu erkennen, verschiedene Darstellungen zu vergleichen, oder den Unterschied zwischen Humor und Ernst zu erkennen.
- Sich angemessen reagierend beteiligen zu können, also Kommentarfunktionen, Diskussionsforen und ähnliche Möglichkeiten so zu nutzen, dass Kommunikation dadurch gefördert und nicht zerstört wird.
- Bei Interesse selbst zum Inhaltsproduzenten werden, etwa durch einen eigenen Blog, durch einen eigenen Podcast oder auch durch eine herkömmliche Webpräsenz, und sich über die Verantwortung bewusst zu sein, die damit verbunden ist.
In jedem Fall darf es als begrüßenswerter Vorstoß gewertet werden, den das Land Nordrhein-Westfalen da unternommen hat. Denn insgesamt sieht es, was Politik und Web 2.0 betrifft, eher noch lau aus.
Labels: Medienkompetenz, Web 2.0, Webkompetenz
Anstelle von Kommentaren bitte zum Thema im Webkompetenz-Forum diskutieren!
Montag, 5. Februar 2007
Webkompetenz?
Der Begriff Web 2.0 beschreibt eher vage eine veränderte Wahrnehmung und Benutzung des WWW, heißt es zutreffend im Wikipedia-Artikel zu „Web 2.0”. Dass an der veränderten Wahrnehmung und Benutzung des Web etwas dran ist, werden viele bestätigen können, die schon in den 90er Jahren, also zu Zeiten von Browserkrieg und Dotcom-Blüte im Web aktiv waren und es 2007 immer noch oder wieder sind. Eines haben „altes Web” und „Web 2.0” jedoch gemeinsam: die Tendenz zum Hype, zur Überbewertung des Neuen.
So gibt es durchaus kritische Stimmen. Kritisiert werden zum Beispiel der Triumph der Amateure und der fehlende Datenschutz. Noch interessanter ist jedoch, dass „Web 2.0” unter den deutschen Internet-Nutzern bislang ein weitgehend unbekannter Ausdruck ist.
Ist es angesichts der Kritik vielleicht sogar gut, das „Web 2.0” des Dale Dougherty zu verschlafen? Um diplomatisch zu antworten: Es ist nicht schlimm, den Hype zu verschlafen; schlimm ist nur, längst ersichtliche und wichtige Tendenzen im Web verschlafen. Das vorliegende Blog richtet sich an Anwender, die nicht jeden Hype mitmachen müssen, die sich aber dennoch mit dem Potential der neueren Entwicklungen im Web auseinandersetzen wollen, um die Möglichkeiten beruflich oder privat zu nutzen. Parallel zum vorliegenden Blog wurde eine Google-Diskussionsgruppe mit dem Titel Webkompetenz-Forum eingerichtet. Dort können Interessierte Fragen zu dem Themenkomplex stellen und über Trends diskutieren.
Wir reden hier über Services wie Blogs, Podcasts, Wikis, Feeds, Foren, Foto- und Video-Sharing, web-basierte Oberflächen für andere Internetservices wie E-Mail, aber auch über dabei eingesetzte Technologien wie Ajax, RSS und Atom, Mikroformate und Ähnliches. All diese Services und Technologien sind letztlich genauso wertfrei wie Papier, Stift oder Kopierautomat und genauso nützlich oder schädlich wie Scheren oder Messer. Es handelt sich einfach um Werkzeuge aus Bits und Bytes. Für all diese Instrumente gilt: wer sie benutzt, sollte wissen, wie man sie zweckmäßig benutzt. Darum der Titel Webkompetenz.
Weder das Webkompetent-Blog noch das Webkompetenz-Forum können eine Dokumentation ersetzen. Eine umfassende „Web-2.0-Dokumentation” ist aber auch kaum möglich, da die Technologien, die darunter verstanden werden, teilweise noch nicht wirklich standardisiert genug sind, und weil sich vieles, was zu dem Themenkomplex gehört, an browser-basierten Weboberflächen abspielt, die sich von heute auf morgen ändern können. Es gibt genügend Orte, an denen erforderliche Details beschrieben werden. Die Links dorthin werden wir selbstverständlich sammeln.
Labels: Web 2.0, Webkompetenz
Anstelle von Kommentaren bitte zum Thema im Webkompetenz-Forum diskutieren!
