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Mittwoch, 25. April 2007

Ein Blog wird sieben Jahre alt

In einem Posting im Webkompetenz-Forum hat uns Schockwellenreiter alias Jörg Kantel verraten, dass sein Blog nun stattliche sieben Jahre alt ist.

„Wir sind eine zivilisierte Spezies. Deshalb soll künftig niemand einen unrechtmäßigen Vorteil aufgrund der Tatsache erlangen, daß wir gemeinsam mehr wissen als einer von uns wissen kann“. So lautet der erste Blog-Eintrag mit dem Titel „Das offene Ohr“ vom 23.04.2000, den ich finden konnte.

Vor sieben Jahren, als gerade die Dotcom-Welle mit lautem Getöse durchs Netz schwabbte, kannte noch so gut wie niemand die Ausdrücke „Weblog“ oder „Blog“. Dabei lässt sich die Geschichte der Blogs laut Wikipedia bis zur Mitte der 90er Jahre zurückverfolgen. Was eigentlich auch nicht weiter verwunderlich ist, denn eine chronologische Orientierung von Inhalten ist schließlich keine Erfindung der jüngsten Zeit. Neueren Datums sind dagegen Vernetzungsstrategien wie Trackbacks/Pingbacks oder die Schlüsselwörter/Labels, um zusätzlich einen thematischen Zugang zu einem Blog zu erhalten.

Wer so früh mit dem Bloggen begann, hat jedoch zweifellos aufs richtige Pferd gesetzt. Denn mittlerweile, wo die Anzahl der Blogs so stark explodiert, wissen viele Novizen gar nicht mehr, dass man früher schon etwas Ähnliches kannte, damals bekannt unter dem Begriff „Homepage“. Der eingangs erwähnte Forumsthread aus dem Webkompetenz-Forum ist dort übrigens nicht der einzige zum Thema in letzter Zeit. Zwei andere Threads, die sich ebenfalls mit dem Bloggen befassen, sind Massebloggen oder Qualitätsbloggen und Falls jemand ein eigenes Blog starten will.

Jörg Kantel jedenfalls auch hier noch einmal „allerschärfsten Glückwunsch“ zum Blog-Geburtstag.


Montag, 26. März 2007

Wieder Jörg Kantel über Web 2.0

Vor einigen Wochen gab es hier bereits einen Beitrag mit dem Titel Web-2.0-Workshop vom Schockwellenreiter. Leider ist der zugehörige Forums-Thread bislang ein Single geblieben. „Sei ruhelos“, muss die Antwort darauf lauten. Jörg Kantel jedenfalls schreibt nicht nur über Web 2.0, er tourt dafür auch durchs Land. In diesen Tagen wird Gauting im Großraum München schlau gemacht: Im Rahmen des 8. Gautinger Internet-Treffens hält Jörg Kantel alias Schockwellenreiter einen Vortrag mit dem Titel:

Partizipation 2.0 — Medientheorie und das Mitmach-Web

Damit die Mehrheit der Bevölkerung, die nicht dabei sein kann, nicht zu kurz kommt, gibt es die Folien zum Vortrag online! Das hört sich vielleicht langweilig an — Folien gelten schließlich als noch zuverlässigeres Einschlafmittel als Dias. Doch bevor der geneigte Leser vorschnell urteilt, hier zwei Zitate als Appetithäppchen:

„Ein Mann, der etwas zu sagen hat, und keine Zuhörer findet, ist schlimm dran. Noch schlimmer sind Zuhörer dran, die keinen finden, der ihnen etwas zu sagen hat.“

„wer sich einbildet, Medienfreiheit werde sich von selbst einstellen, wenn nur jeder einzelne fleißig sende und empfange, geht einem Liberalismus auf dem Leim...“

Dazu diverse Videos, Bilder, Zitate von linksorientierten, basisdemokratisch denkenden Größen der Vergangenheit wie Bertold Brecht oder Alexander Kluge. Ein Mix also, der auch ohne zusätzliche Worte schon zum Nachdenken einlädt. Auf den Video-Podcast des Vortrags selbst darf man hoffentlich gespannt sein! Und wer darüber reden will, darf es in unserem erwähnten Forums-Thread gerne tun ;-)


Mittwoch, 14. Februar 2007

Web-2.0-Workshop vom Schockwellenreiter

Zu den bekanntesten und ältesten Ein-Mann-Blogs in deutscher Sprache zählt sicher der Schockwellenreiter alias Jörg Kantel. Im Blog-Eintrag Web 2.0: Werkzeuge für die Wissenschaft berichtet Kantel darüber, dass er beim 23. DV-Treffen der Max-Planck-Gesellschaft am 15.11.2006 einen Workshop gehalten hat. Daraus ist ein 34seitiges Dokument entstanden, das Kantel in PDF-Form zum Download anbietet:

Web 2.0: Werkzeuge für die Wissenschaft als PDF-Dokument (ca. 3 MByte)

Mein erster Leseeindruck: möglicherweise das Fundierteste, was es bislang in deutscher Sprache zum Themenkomplex „Web 2.0” gibt! Wer also nicht nur Kanonenfutter für die "User-generated-content-Maschine" sein will, sondern sich reflektiert mit der Materie auseinandersetzen möchte, dem sei die Lektüre dieses Dokuments unbedingt empfohlen!

Kantel bittet in dem zugehörigen Blog-Posting auch um Diskussion über das Dokument bzw. darin enthaltene Einschätzungen und Thesen. Soll er haben! (hoffentlich)


 

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